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HOERKINO_model (designed by Ralf Heinecke) |
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HOERKINO_modell at the train-station Leipzig |
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Hoerstation |
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HOERKINO
Platform for abstract music-presentation (Text only in German)
John Cage: die Kunst zu hoeren
(Dieser Vortrag wurde am 25. Oktober 1980 in der Universitaet Mainz ohne Manuskript frei gesprochen; Auszuege daraus)
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Die Kunst, zu hoeren ist wenig geuebt. ... wir haben ein Verstaendnis zur Musik erreicht, das sehr oberflaechlich geworden ist.
Sie wissen ja, dass die Tendenz schon seit einiger Zeit dahin geht, Musik solle eigentlich nur zur Unterhaltung dienen und nicht etwa dazu, eine Kunst zu lernen, zum Beispiel die Kunst, zu hoeren.
immer schon gab es in der Kunstmusik viel mehr zu hoeren, als man hoeren konnte.
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Deshalb sollte man eigentlich annehmen, dass sich die Kunst des Hoerens mehr und mehr entwickelt. man muss sie regelmaessig ueben, wenn man wirklich in die Tiefe der Musik eindringen will. ...
HOERKINO-Konzept
Hoerkino ist ein kuenstlich geschaffener Raum an oeffentlichen Orten (Bahnhoefe, Flughaefen, etc), mit der Funktion einer Praesentationsplattform fuer neue Formen von Musik/Sound.
Die auditiven Arbeiten, die in diesem Kontext praesentiert werden, sollen von den Kuenstlern speziell fuer diese Anwendung gefertigt werden. Aspekte wie Oeffentlichkeit, Umgebung, Zwischenstation, Meditation, Repetition, offene Dauern, Wahrnehmungsschulung und soziale Plastik werden dabei miteinbezogen.
Dieser black cube (in Anlehnung an den white cube, der als Idealraum fuer die Praesentation visueller Kunst gilt) ist die ideale Praesentationsform fuer akustische Konzepte. wichtig ist in diesem Zusam-
menhang noch, dass es sich nicht um Live-Musik handelt, sondern um hochqualitativ produziertes Tontraeger- material. Jeden Tag der Installation soll ein Kuenstler vorgestellt werden.
HOERKINO-Raum
Der fuer Hoerkino geschaffene Raum wird unter Beruecksichtigung akustischer Aspekte und in modularer Leichtbauweise in Zusammenarbeit mit Soundingenieuren und Innenarchitekten konzipiert. Er soll an verschiedenen Orten schnell auf- und abgebaut werden koennen, trotzdem einen geschlossenen, sicheren Eindruck machen...
Der Raum ist 6x6x3m gross und nach aussen hin schall- und lichtisoliert. Er wird mit einer doppelwandigen Abgrenzung ausgestattet, welche ein 5punkt-Surroundlautsprechersystem birgt. Das Wahrnehmungsorgan soll durch nichts visuelles abgelenkt werden. Als Beleuchtung fungiert ein spaerliches Licht-Leitsystem, das dem Publikum den Weg zur bequemen Sitz-Liege-Lounge weist. Ansonsten ist der Raum nur mit den sicherheitstechnisch vorgeschriebenen Leuchtmitteln ausgestattet. Der Eingang ist eine Licht- und Laermschleuse.
Fuer Ausstellungen und Praesentationen sind folgende Abwandlungen denkbar:
- individuelle Hoerstation
ein installierter CD-Spieler, Stuhl, Schlafbrille und Kopfhoerer. Wichtig ist die ungestoerte Wahrnehmung der Soundarbeit
- Kino als Auffuehrungsort von Hoerkino
HOERKINO-Sound:
Moegliche Kuenstler/Labels, die für eine Hoerkino-Praesentation in Frage kommen:
- 01 Carsten Nikolai (Berlin, D)
- 02 Autecre (Sheffield, GB)
- 03 Underscan rec. (Berlin, D)
- 04 privatelectro (Leipzig, D)
- 05 Apparat (Shitkatapult, Berlin, D)
- 06 Pole (Scape Label, Berlin)
- 07 PanSonic (Finnland)
- 08 Rest (eigene Soundarbeit)
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